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5 Tipps für mehr Selbstfürsorge im Alltag

Im hektischen Alltag vernachlässigen wir schnell das Thema „Selbstfürsorge“. Das gelegentliche Schaumbad oder auch ein einmaliger Saunabesuch reichen da nicht aus, denn Selbstfürsorge gehört nicht zu den Dingen, die man mal eben am Wochenende oder im Urlaub abhaken kann. Das Wort bedeutet nämlich nicht nur, sich selbst hin und wieder Gutes zu tun, es meint auch, sich selbst im Alltag Aufmerksamkeit und Fürsorge zu schenken und auf die eigenen Bedürfnisse zu achten. Es soll nicht nur darum gehen, sich das zu geben, was man möchte, sondern auch das, was man braucht. Heute wollen wir euch mit ein paar psychologischen Tipps zeigen, wie ihr mehr Selbstfürsorge in euren Alltag einbauen könnt. Falls euch das eine oder andere noch schwer fällt, bleibt dran und übt weiter!

1Nimm deine Bedürfnisse wahr!

Stell dir über den Tag verteilt 2-3 Wecker, halte inne wenn er klingelt und frage dich selbst nach deinem aktuellen Bedürfnis: „Wie geht es mir gerade? Habe ich Hunger, ist mir kalt, bin ich unzufrieden, bin ich gestresst, brauche ich eine Pause?“. Handle dann nach diesem Bedürfnis. War die Frage an dich selbst „Bin ich gestresst?“, kann die Antwort darauf sein, eine kleine Pause einzulegen, aus dem Fenster zu schauen, vielleicht kurz nach draußen gehen und frische Luft zu schnappen. War die Frage „Ist mir kalt?“, kann die Antwort dagegen lauten, sich einen warmen Pulli anzuziehen und eine Tasse Tee zu kochen. Es kann schon etwas Kleines oder Leichtes sein, das dabei hilft, das entdeckte Bedürfnis zu befriedigen.

2Stoppe Selbstkritik und selbstkritische Gedanken!

Wann immer du dich selbst dabei erwischst, einen negativen Gedanken über dich selbst zu hegen, dich abzuwerten oder dir einzureden, du könntest etwas nicht – stoppe dich selbst! Hinterfrage diesen Gedanken und versuche, realistischere Gedanken dagegenzusetzen. Das langfristige Ziel sollte sein, eine liebevollere Haltung dir selbst gegenüber zu entwickeln. Falls das noch nicht direkt klappt, stoppe trotzdem den selbstkritischen Gedanken und erinnere dich selbst: „Stopp, das wollte ich nicht mehr tun“. Vielleicht kannst du schon beim nächsten Mal etwas weitergehen und dir etwas Nettes sagen.

3 Tue etwas, was dir Freude bereitet!

Und zwar nicht erst, wenn das aktuelle Projekt abgeschlossen ist, an dem du arbeitest, nicht erst, wenn der nächste Urlaub ansteht, nicht erst, wenn die Corona-Zeit vorbei ist. Freude ist etwas, das uns täglich begleiten sollte. Dafür reicht oft schon eine Kleinigkeit, etwas ganz Simples. Ein leckeres Getränk auf dem Balkon oder im Garten zu trinken, ein paar Seiten im Lieblingsbuch zu lesen, das Lieblingslied in voller Lautstärke zu hören – dir sind diesbezüglich keine Grenzen gesetzt. Werde kreativ und mache dir täglich selbst eine kleine Freude.

4Schreibe Tagebuch!

Tagebuch schreiben kann bei der Selbstfürsorge auf vielerlei Weise helfen. Zum einen ist es ein guter Weg, sich selbst besser kennenzulernen – denn auch das gehört bereits zur Selbstfürsorge. Stelle dir regelmäßig verschiedene Fragen, beispielsweise „Was ist mir im Leben wichtig? Worin bin ich gut? Wie möchte ich leben? Was macht mich glücklich?“. Zum anderen kann Tagebuch schreiben auch dabei helfen, sich die eigenen Gedanken und Gefühle bewusst zu machen. So entwickelst du einen achtsamen Umgang mit dir selbst. „Wie fühle ich mich? Was beschäftigt mich gerade? Wie verändern sich meine Gedanken, wenn sich meine Gefühle ändern?“ Das ist eine wunderbare Grundlage, um sich selbst bewusster wahrzunehmen und so auch langfristig besser für sich sorgen zu können.

5Mach Pausen!

Für die tägliche Selbstfürsorge sind regelmäßige Pausen nicht zu vernachlässigen. Neben der klassischen Mittagspause empfehlen wir mehrere Pausen über den Tag verteilt. Das kann sehr viel ausmachen und ist wichtig für eine ausgewogene Work-Life-Balance. Oftmals reicht es schon aus, wenn du kurz aufstehst, dich streckst, ein Lied spielen lässt, wenn du gerne Musik hörst, etwas isst und trinkst, eine kurze Runde um den Block spazieren gehst oder einfach nur aus dem Fenster schaust. Noch ein kleiner Hinweis: Wenn du viel am PC oder im Sitzen arbeitest, ist es sinnvoll, wenn du in deinen Pausen aktiv wirst – vielleicht versuchst du dich an einer neuen Yogaübung? Wenn du hingegen viel körperlich arbeitest, ist es gut, wenn du dir in deinen Pausen etwas Ruhe gönnst – wie wäre es mit einem Sudoku oder ein Kreuzworträtsel? Auch hier kannst du deiner Kreativität freien Lauf lassen.

Oft brauchen Veränderungen etwas Zeit. Denn Neues auszuprobieren kostet meist erst mal Überwindung. Vielleicht findest du durch diese 5 einfachen Tipps den Anstoß, etwas mehr Selbstfürsorge in deinen Alltag zu integrieren. Lass uns in unserer privaten Facebook Gruppe gerne wissen, was du davon ausprobiert hast und wie es sich für dich angefühlt hat!

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