Zur Übersicht Zur Übersicht Was erwartet mich in einer Psychotherapie?

Die Aufregung rundum das Corona-Virus bedeutet für viele Menschen langfristig eine
erhöhte Anspannung. Unsicherheiten im gewohnten Alltag und die Angst vor einer zweiten
Welle sind Belastungen, die uns psychisch herausfordern. Insbesondere ist das der Fall,
wenn es uns vorher schon nicht gut ging, da wir zum Beispiel mit Ängsten oder
Stimmungsschwankungen zu kämpfen hatten.

Eine Psychotherapie unterstützt Menschen dabei, ihr psychisches Gleichgewicht
wiederzufinden. Oft vergehen allerdings viele Jahre, bis Menschen mit psychischen
Belastungen sich zu einer Therapie entscheiden. Die Gründe hierfür sind vielseitig. Ein
wesentlicher Faktor ist, dass viele nicht wissen, was in einer Psychotherapie eigentlich
passiert. Sie haben Angst vor dem Unbekannten oder falsche Annahmen darüber, was sie in
einer Psychotherapie erwartet. Wir haben Antworten auf die wichtigsten Fragen für dich.

Der Weg in die Psychotherapie

Als ersten Schritt kannst du eine sogenannte psychotherapeutische Sprechstunde besuchen.
In dieser Sprechstunde kannst du herausfinden, ob du überhaupt eine Psychotherapie
beginnen solltest und welches therapeutische Verfahren für dich geeignet wäre
Danach kannst du dir einen Psychotherapieplatz suchen. Nachdem du einige in Frage
kommende Therapeuten ausgewählt hast, kannst du einige Probesitzungen mit den
Therapeuten wahrnehmen. Das dient beiden Seiten dazu, herauszufinden, ob die Chemie
zwischen euch stimmt, Therapieziele zu setzen und eine Diagnostik vorzunehmen.

Was geschieht in einer Psychotherapie?

Das Gespräch zwischen dir und dem Therapeuten ist innerhalb des therapeutischen
Prozesses besonders wichtig. Durch gezielte Fragen, aktives Zuhören, aber auch Übungen
und „Hausaufgaben“, die du mit in deinen Alltag nimmst, kannst du dein Verhalten und
Erleben nach und nach verändern.

Was ist das Ziel einer Psychotherapie?

Das optimale Ziel einer Psychotherapie ist es, dass du dich (wieder) wohl, psychisch gestärkt
und für zukünftige Belastungen gewappnet fühlst. Zusätzlich kannst du die Erfahrung von
Selbstwirksamkeit machen. Schließlich hast du dein Leben und dein Glück selbst in die Hand
genommen, indem du dich für eine Psychotherapie entschieden hast. Eine Psychotherapie
führt außerdem dazu, dass du durch deine psychische Stabilität auch Menschen in deinem
Umfeld besser unterstützen kannst.

Was mache ich bei Problemen in der Psychotherapie?

Während der Therapie wirst du mal in großen Schritten vorankommen, aber auch stagnieren
oder sogar einen gefühlten Rückschritt machen. Das gehört alles zum Prozess dazu und ist
kein Grund, die Psychotherapie aufzugeben.

Es kann zuweilen auch zu Konflikten mit dem Psychotherapeuten kommen. Hier ist wichtig,
dass du deine Gedanken und Gefühle ansprichst, damit sich daraus eventuell eine positive
Entwicklung ergeben kann. Falls du allerdings das Gefühl hast, dass dein Therapeut doch
nicht für dich geeignet ist, kannst du auch den Therapeuten wechseln oder die Therapie
abbrechen.

Das Ende einer Psychotherapie

Für gewöhnlich dauert eine Therapie mindestens einige Monate. Da es schwerfallen kann,
den Rückhalt der Therapie nicht mehr zu haben, wird sie häufig „ausgeschlichen“, d.h. dass
die Sitzungen gegen Ende seltener stattfinden.

Der Abschied wird innerhalb der Therapie also gut vorbereitet, sodass du am Ende auch weißt, in welche Richtung du alleine weitergehen kannst und wie du Rückfällen vorbeugst.

Stehst du vor dem Problem, auf einen Psychotherapieplatz zu warten oder bist dir noch nicht
sicher, ob du tatsächlich eine Psychotherapie beginnen solltest? Dann könnte zur
Überbrückung eines unserer Online-Trainings für dich passend sein. Hier kannst du erste
Erfahrungen mit psychologischen Übungen und Strategien sammeln, die dir eine Selbsthilfe
ermöglichen. Weitere Informationen zum Ablauf einer Psychotherapie findest du in unserem
Artikel auf HelloBetter.de

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Zur Übersicht Zur Übersicht Wie finde ich in der Corona-Krise psychologische Unterstützung?

Ich weiß nicht mehr weiter – Wie finde ich jetzt in der Corona-Krise psychologische Unterstützung?

Die aktuelle Situation und das Leben mit einer Pandemie verlangt uns allen viel ab. Finanzielle Sorgen durch Kurzarbeit, soziale Isolation, fehlende alltägliche Routinen und andere Sorgen – die Corona-Krise stellt damit besonders unsere psychische Gesundheit auf die Probe. Dabei ist es nur menschlich, Stress, Angst und Einsamkeit während so einer neuartigen Situation zu empfinden.

Wen belastet die Corona-Krise psychisch besonders?

So eine Situation kann diejenigen von uns besonders stark treffen, die schon zuvor mit psychischen Belastungen oder psychischen Vorerkrankungen zu tun hatten, bereits älter sind oder durch chronische Erkrankungen der Risikogruppe angehören. Denn häufig flammen in solchen Phasen der nicht beeinflussbaren Veränderung alte Beschwerden wieder auf und bereits vorhandene können sich verschärfen. 

Videobasierte Psychotherapie als Alternative?

In der jetzigen Zeit ist die Notwendigkeit psychotherapeutischer Hilfe besonders offensichtlich. Doch wie kannst du ausgerechnet während einer Pandemie einen Therapieplatz finden, wo es doch sonst schon so mühsam scheint? 

Die Corona-Krise hat auch die psychotherapeutische Versorgung vor bislang ungeahnte Herausforderungen gestellt. Mit innovativen und alternativen Behandlungsmethoden begegnen wir der Krise in diesem Bereich. Digitale Psychotherapie kann einen großen Einfluss auf die zukünftige Entwicklung der psychotherapeutischen Versorgung haben. Doch was genau hat sich verändert und welche Möglichkeiten hast du aktuell, therapeutische Unterstützung zu bekommen?

Veränderungen im Bereich der Psychotherapie in der Corona-Krise

Viele Psychotherapeutinnen und Institute haben ihre Praxen weiterhin mit den einzuhaltenden Hygiene-Regelungen für ihre Klienten und Klientinnen geöffnet. Einige bieten nun, meist zusätzlich, die Möglichkeit einer videokonferenzbasierten oder telefonischen Psychotherapie als Alternative zum Praxisbesuch an. 

Um dies zu vereinfachen, wurden auch in der psychotherapeutischen Versorgung die eigentlich geltenden Regelungen angepasst. Vorerst bis zum 30. September 2020 dürfen Therapeuteneine unbegrenzte Anzahl von Therapiesitzungen digital stattfinden lassen. Denn normalerweise dürfen Psychotherapeutinnen nur einen bestimmten Anteil ihrer Behandlungen digital stattfinden lassen. 

Außerdem dürfen Therapeuten – vorerst bis zum 30. Juni 2020 – Erstgespräche, Diagnostik und probatorische Sitzungen per Video durchführen. Das bedeutet, du kannst aufgrund der besonderen Situation auch ohne persönlichen Kontakt den ersten Zugang zu psychotherapeutischer Hilfe bekommen. Dies ist für alle Neupatienten entscheidend, damit jeder trotz der momentanen Lage weiterhin einfachen Zugang zum Behandlungsangebot erhält.

Wie du bei der Suche nach einer Psychotherapeutin auch in der aktuellen Zeit am besten vorgehst, kannst du im Artikel nachlesen.

Soforthilfe bei psychischen Herausforderungen 

Da das psychotherapeutische Versorgungssystem natürlich auch aktuell sehr beansprucht ist, kann es leider dennoch länger dauern, bis du einen festen Therapieplatz bekommst. 

Damit du in dieser Zeit nicht auf dich allein gestellt bist, kannst du unmittelbar mit unserem kostenfreien Corona-Training beginnen. Das Training unterstützt dich dabei, mit aktuellen Stresssituationen umzugehen und führt in psychologische Themen und Selbsthilfe-Strategien ein. Es kann auch als gute Vorbereitung für eine Psychotherapie dienen, da du bereits mit der Veränderung deines Alltags und der gezielten Beschäftigung mit deinen Problemen beginnst.  

In Zeiten wie solchen sollten wir Hilfe besonders einfordern, wenn wir sie brauchen. Und auch sollten wir wissen: Die in einer Krise entwickelten alternativen Behandlungsmethoden bringen auch Chancen für die Zukunft mit sich – besonders für jene, denen durch Immobilität oder anderen Lebenslagen der Zugang zur psychotherapeutischen Hilfe bislang erschwert war. 

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Von positiven Emotionen können wir gar nicht genug bekommen – oder hat man jemals zu viel Freude, Hoffnung oder Liebe? Es gibt aber auch Gefühle, die wir nicht so gerne empfinden. In der aktuellen Zeit haben durch Corona besonders viele Menschen damit zu kämpfen. Die Pandemie bringt nicht selten Wut, Angst, Verunsicherung oder Verzweiflung hervor und „einfach verdrängen“ bringt langfristig gesehen nichts.

In dem folgenden Video erklärt die Psychologische Psychotherapeutin Anna Lübberding was es mit der „Wasserball-Metapher“ auf sich hat und zeigt dir eine einfache Übung für Zuhause, wie Du lernst, unangenehmen Gefühlen mit Akzeptanz zu begegnen.

Strategien zur Akzeptanz unangenehmer Gefühle

von Anna Lübberding, Psychologische Psychotherapeutin

Wenn dir das Video gefallen hat und du noch mehr hilfreiche Strategien kennenlernen möchtest, trete gerne unserer privaten Facebook Community HelloBetter #zusammenzuhause bei. Dort wird jeden Freitag um 16:00 Uhr ein neues Übungsvideo online gestellt. Viel Spaß beim Ausprobieren!

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Zur Übersicht Zur Übersicht Wie du mit der Angst vor Corona gut umgehen kannst

Angst ist ein Thema, das wahrscheinlich schon seit Jahrzehnten nicht mehr so viele Menschen zugleich beschäftigt hat, wie in den vergangenen Wochen. Dass Corona in den allermeisten von uns Ängste schürt, ist angesichts der aktuellen Situation alles andere als verwunderlich. Angst will uns als eine unserer Basisemotionen in erster Linie schützen, unser Überleben sichern, uns vor körperlichen und auch psychischem Leid bewahren. 

Was erst einmal eine hilfreiche Funktion ist, kann jedoch schnell ein lähmender, dysfunktionaler Begleiter werden. Schutz ja, Panik nein! Wie schaffen wir es in Zeiten ständiger Unsicherheit eine Balance auf diesem schmalen Grat zu finden?

Sich dem Positiven zu- und dem Negativen abwenden

Wir können selber darüber entscheiden, was wir sagen, sehen, hören und tun. So banal es klingen mag, bringt uns diese Fähigkeit einen enormen Vorteil. Denn wir haben Einfluss darauf, mit welchen Inhalten wir uns auseinandersetzen und von welchen wir uns abwenden wollen. 

In der Psychotherapie wird die sogenannte Stimuluskontrolle als Methode angewandt, um das psychische Wohlbefinden zu fördern. Auf unsere aktuelle Situation übertragen, kannst du dir also überlegen, was dir gerade gut tut und hiervon ganz bewusst mehr tun und dich von dem distanzieren, was deine Ängste weiter schürt.

Ich bin nicht meine Angst

Zu dieser Erkenntnis kommen viele Menschen, wenn sie dem Prinzip der Defusion folgen. Oftmals stecken wir so sehr in unseren Gedanken und Gefühlen, dass wir eins mit ihnen sind und uns förmlich von ihnen einnehmen lassen (Fusion = verschmelzen, Einssein). In der Defusion geht es darum, unsere Perspektive einmal zu wechseln: Wir treten nach außen und werden zum Beobachter unserer Gefühle. 

Versuche also einmal deine Angst ganz genau wahrzunehmen, wie sie sie steigt und auch wieder abfällt. Durch die Rolle als Zuschauer entwickelst du automatisch einen gewissen Abstand zu deinen Gefühlen, was dich gerade bei Angst davor schützen kann, von ihr übermannt zu werden.

Und wenn sie mich dann doch überkommt?

In keinem dieser Ansätze geht es darum, deine Angst zu vermeiden oder zu unterdrücken. Es geht vielmehr darum, einen gesunden Umgang mit ihr zu finden und ihr dadurch langfristig die Macht über uns zu nehmen. Trotzdem kommt es natürlich immer mal wieder vor, dass uns plötzlich Angst oder gar Panik überkommt. Aus einer solchen Situation kannst du dir mit einer einfachen Atemtechniken helfen: lasse deine Ausatmung länger werden als deine Einatmung, zähle hierfür auch gerne mit (z.B. auf 4 Sekunden ein- und auf 6 Sekunden ausatmen). Du aktivierst dadurch deinen Parasympathikus, den Ruhenerv und dein Angstlevel geht automatisch runter. 

Im Artikel “Angst und Corona: 6 Empfehlungen zum Umgang mit der Angst vor dem Coronavirus” findest du noch mehr Empfehlungen und Infos zum Umgang mit Angst während der Coronazeit. 

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Zur Übersicht Zur Übersicht Angst überwinden in Zeiten von Corona

So kann es auch jetzt gelingen, seine Ängste zu überwinden  

Stetig neue Infektionszahlen, Schreckensmeldungen aus der ganzen Welt, weitreichende Einschränkungen im sozialen Leben – ein Blick auf die aktuelle Lage macht vielen von uns große Angst. Angst vor Ansteckung und Krankheit, Angst vor dem Ungewissen, Angst vor den Folgen, Angst kann jeden einzelnen Lebensbereich betreffen.

Was ist Angst überhaupt?

Angst hat als angeborene Basisemotion eine Signalfunktion für uns und kommt in jedem Kulturkreis dieser Welt vor. Der Ausdruck von Angst kann beispielsweise vor gefährlichen Situationen schützen und unsere Mitmenschen warnen. So verhalten wir uns beispielsweise vorsichtig und tasten uns langsam an ungewisse Situationen heran, da das Gefühl von Angst verhindert, dass wir uns stets in zu gefährliche oder lebensbedrohliche Situationen wagen.

Wann ist die Grenze zu “zu viel” Angst erreicht?

Zu ängstlich zu sein ist allerdings ebenfalls sehr hinderlich und kann sehr belastend für die Betroffenen sein. So kann zu viel Angst dazu führen, dass vermehrt Vermeidungsverhalten an den Tag gelegt wird und einst geliebte Verhaltensweisen nicht mehr ausgeführt werden können. Es kann sogar soweit gehen, dass sich die betroffene Person in der aktuellen Zeit beispielsweise aus Angst vor Ansteckung oder Verbreitung des Virus gar nicht mehr aus dem Haus traut.

Besonders stark erhöhte Angst geht oftmals mit Gefühlen von Überforderung und von Machtlosigkeit einher, welche die Angst im Rückschluss sogar noch verstärken können. Man sieht also, zu viel Angst kann im Extremfall sogar sehr krank machen.

Was kann man dagegen tun? Bin ich diesen Gefühlen machtlos ausgeliefert? Die Antwort ist ein klares „Nein!“

Du stellst dir sicherlich jetzt die Frage: “Was kann ich dagegen tun?”. Die gute Nachricht ist: Eine ganze Menge! Unter diesem Artikel haben wir dir ein Video verlinkt, in dem die Psychologische Psychotherapeutin Anna Lübberding 7 Strategien vorstellt, mit denen du die Angst reduzieren kannst und lernst, damit langfristig umzugehen. Vielleicht kennst du die eine oder andere Strategie bereits, vielleicht ist das alles komplett neu für dich. Schau gerne mal rein, da ist sicher etwas hilfreiches für dich dabei!

7 Strategien zum Umgang mit Angst

von Anna Lübberding, Psychologische Psychotherapeutin

In dem Artikel zum Video 7 Strategien, wenn die Angst überhandnimmt kannst du die Inhalte des Videos noch genauer nachlesen.

Trete auch gerne unserer privaten Facebook-Community HelloBetter #zusammenzuhause bei und teile deine Erfahrungen mit diesen Strategien mit uns und anderen.

Wenn dir die Angst rund um Corona sehr zu schaffen macht, kannst du unser kostenloses psychologisches Online-Training zur Stressbewältigung ausprobieren. Wir freuen uns auf dich!

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Zur Übersicht Zur Übersicht Stress und Corona: Wie du gut durch die Krise kommst

Wir alle stehen gerade vor der Herausforderung, uns an die aktuelle Situation anpassen zu müssen und unser Leben weitestgehend auf links zu krempeln. Kaum etwas ist noch so, wie es vor einigen Monaten war. Dass diese Umstellung alles andere als einfach ist, ist wohl mehr als verständlich.

Wir haben dir ein paar Tipps zusammengestellt, wie du diese Stresssituation so gut wie möglich meistern kannst. 

Finde neue Routinen

Für die allermeisten von uns bedeutet Corona neue Maßnahmen wie Home-Office, Kurzarbeit oder andere Veränderungen, die zu mehr Zeit in den eigenen vier Wänden führen. Um dem Lagerkoller zu entkommen, ist es wichtig, dass wir uns klare Strukturen schaffen: 

Feste Arbeitszeiten, zu denen wir aus dem Pyjama hüpfen, Pausen einbauen, wie wir es auch im Büro tun und nach getaner Arbeit den Feierabend genießen. 

Eine gute Idee ist es außerdem, sich sogenannte Kraftgeber in den Alltag einzubauen. Kraftgeber können alles sein, was dir guttut: ein kurzer Gang um den Block, ein Telefonat mit der Freundin oder eine kleine Yoga Session. 

Wohin mit all der freien Zeit?

Plötzlich auch unter der Woche mehr Freizeit zu haben, ist für viele von uns erst einmal völliges Neuland. Was so wunderbar klingt, kann aber auch eine echte Herausforderung darstellen, denn freie Zeit ist nicht unbedingt auch Qualitätszeit. Tagelanges Netflixen auf der Couch fühlt sich weder sonderlich erfüllend an, noch bringt es die Entspannung, nach der wir uns sehnen. 

Versuche stattdessen, deine neu gewonnene Zeit für Dinge zu nutzen, die deinen inneren Akku tatsächlich wieder aufladen. Vielleicht möchtest du das kostenfreie Online-Stressbewältigungstraining von HelloBetter ausprobieren. Es wurde eigens an die aktuellen Herausforderungen durch Corona angepasst und hier kostenfrei zur Unterstützung in dieser Zeit bereitgestellt. Vielleicht hast du aber auch ein Projekt, das du schon ewig angehen wolltest oder hast es während deiner Vollzeitwoche zu selten zum Sport geschafft. Für all die Dinge, die sonst noch auf der Strecke geblieben sind, kannst du dir nun ganz bewusst und ohne schlechtes Gewissen Zeit nehmen. 

Verbinde dich mit anderen 

Seit Wochen dürfen wir unsere Freunde und Familien nur noch unter Auflagen oder zumindest mit großer Vorsicht sehen, viele fühlen sich daher in Zeiten von Corona einsam. Nutze die Möglichkeiten der Kommunikation, um dich mit deinen Vertrauten zu verbinden. Ihnen wird es vermutlich ähnlich gehen wie dir. 

Du kannst auch in sozialen Netzwerken, zum Beispiel in unserer geschlossenen Facebook Gruppe HelloBetter zusammenzuhause mit anderen, denen es ähnlich geht wie dir, in Kontakt treten und dich austauschen. 

Zögere nicht, dir Unterstützung und Hilfe zu holen, wenn du dich belastet fühlst. Du kannst in einem ersten Schritt z.B. die Telefonseelsorge (0800 111 0111) oder die Hotline von HelloBetter unter 0800 000 9554 (täglich von 8-20 Uhr, kostenfrei aus dem deutschen Fest- und Mobilfunknetz) anrufen, um dich über mögliche Hilfestellungen zu informieren. 

Unter Corona-Krise: 10 Dinge, die wir tun können findest du weitere Tipps, die dir dabei helfen können, möglichst stressfrei durch die Corona-Zeit zu kommen. 

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Zur Übersicht Zur Übersicht Alle tragen Masken – zum Umgang mit der Maskenpflicht

Im Zuge der Eindämmung des Corona-Virus gibt es in allen Bundesländern inzwischen eine Pflicht zum Tragen von Masken. Diese gilt für den öffentlichen Nahverkehr sowie in Geschäften. Die Maskenpflicht soll uns helfen, die Ansteckung mit dem Corona-Virus zu verhindern. 

Die Frage ist nur: Was passiert eigentlich mit unserer Psyche, während wir unseren Körper schützen? Und wie können wir gut und achtsam damit umgehen?

Als angenehm empfindet wohl kaum einer das Tragen einer Maske. Vielen fällt die Atmung schwerer, die Brille beschlägt, es ist warm und ungewohnt. Doch von den eigenen körperlichen Empfindungen einmal abgesehen: Welche Auswirkungen hat es auf uns, wenn wir vielerorts Menschen mit Mund-Nasen-Schutz zu sehen? 

Masken erschweren die soziale Orientierung

Wir fühlen uns verunsichert, wenn wir die Gesichtszüge unserer Mitmenschen nicht lesen können. Eventuell haben wir sogar das Gefühl, bedroht zu sein. Evolutionsbiologisch betrachtet ist das kein Wunder: Nicht nur im Tierreich, auch für uns Menschen war es überlebenswichtig, dass wir Mund und Nase unseres Gegenübers sehen konnten. 

Wir wollen auch heute noch einschätzen können, ob jemand wütend, ängstlich oder entspannt ist, um uns entsprechend zu verhalten. Dieser wichtige soziale Aspekt fällt nun weg. In der Folge fühlen wir uns möglicherweise bedroht. Damit wappnen wir uns sozusagen für den Fall, dass eine echte Bedrohung durch einen Angreifer auf Grund des Mund-Nasen-Schutzes unerkannt bleibt.

Masken können negative Assoziationen hervorrufen

Bei den meisten von uns wecken die Masken außerdem eher unangenehme Assoziationen. Wir denken an Arztbesuche, Krankenhäuser und Bankräuber. Diese Assoziationen tragen zu unseren unangenehmen Gefühlen in Zusammenhang mit der Maskenpflicht bei. 

Natürlich halten die Masken auch weiterhin den Gedanken an den Corona-Virus aufrecht. In Alltagssituationen wie beim Bus fahren oder beim Einkaufen haben wir dadurch stetig die Pandemie präsent. 

Die Maskenpflicht schränkt das Gefühl von Selbstbestimmung ein

Eine Pflicht ist etwas, das uns von außen auferlegt wird. Selbst wenn wir Pflichten gerne erfüllen und den Sinn in ihnen erkennen, haben Pflichten den unangenehmen Beigeschmack einer fremdgesteuerten Einschränkung. 

Da es aufgrund der Corona-Krise gerade zu einem Anstieg vieler neuer Pflichten kommt, kann es sein, dass wir mit innerem Widerstand reagieren – der gar nicht durch bewusstes Nachdenken ausgelöst sein muss. 

In der Psychologie spricht man von Reaktanz. Die beste Möglichkeit mit diesem Widerstand umzugehen, ist, sich ihn sich zunächst bewusst zu machen und dann zu erforschen, ob wir die Maskenpflicht tatsächlich nur als willkürliche Fremdbestimmung wahrnehmen. Oder ob es uns gelingen kann, denn Sinn der Masken zum Schutz anderer Menschen und uns selbst erkennen und annehmen können. 

Vielleicht gelingt es uns auch, diese Maßnahme als vorübergehend zu begreifen und zwei Gefühle gleichzeitig da sein zu lassen: ja, das ist unangenehm und ja, das ist hilfreich und daher positiv.  

Was hilft uns im Umgang mit der Maskenpflicht?

Es gibt etwas, das sich von ganz alleine einstellen und uns das Tragen der Masken erleichtern wird: Gewohnheit. Die Menschen in vielen asiatischen Großstädten machen es uns nicht erst seit der Corona-Krise vor. Masken zur Vorbeugung von Infektionen oder zum Schutz vor Feinstaub zu tragen, ist dort gang und gäbe. 

Wenn unser Gehirn irgendwann durch Erfahrung gelernt hat, dass unsere Mitmenschen mit Maske nicht bedrohlicher sind als ohne, werden wir keine heftigen unangenehmen Gefühle mehr in Zusammenhang mit dem Anblick der vielen Masken entwickeln. 

Diese Übergangszeit gilt es einerseits durchzuhalten, andererseits ist sie immer auch eine Chance, unsere bisherigen Gewohnheiten wahrzunehmen und dankbar zu sein. Unser Leben bis hin zur Corona-Krise konnten wir ohne Maske einkaufen gehen und die öffentlichen Verkehrsmittel benutzen – und dieser Zustand wird eines Tages zurückkehren. 

6 Tipps, was du konkret tun kannst:

  1. Der Gedanke hinter dem Tragen einer Maske ist, dass wir uns gegenseitig schützen. Jede Maske, die du siehst, ist daher ein Symbol für Rücksichtnahme und drückt den Wunsch aus, dass wir und andere gesund bleiben mögen. Mache dir das bewusst.
  2. Übe dich in Dankbarkeit: Schreibe dir täglich 3 Dinge auf, die du im Grunde täglich als selbstverständlich nimmst und für die du verstärkt dankbar sein kannst, z.B. deine Gesundheit, den Sonnenschein und die Möglichkeit, mit einem Freund oder einer Freundin spazieren zu gehen.
  3. Tausche dich mit anderen über die Maskenpflicht aus und erzähle, wie du dich fühlst. Erfahre, dass es anderen vielleicht ganz ähnlich geht, das stärkt dein Gefühl von Verbundenheit und schafft positive Gefühle. Wenn du möchtest, teile deine Erfahrungen gerne mit uns und weiteren Menschen in unserer Facebook-Community HelloBetter zusammenzuhause.
  4. Fokussiere dich auf Positives: Welche positiven Assoziationen zum Tragen einer Maske hast du? Kennst du es vielleicht vom Skifahren oder aus dem Nagelstudio? Auch Bauarbeiter tragen zum Schutz eine Maske und es gibt auch traditionelle Maskenfeste. Denke auch an diese positiven Verbindungen.
  5. Unangenehme Gefühle in Zusammenhang mit der Maske sind ganz normal. Versuche sie daher wahrzunehmen, da sein zu lassen und nicht gegen sie anzukämpfen, da du sie sonst nur verstärkst. Vielleicht kann es dir helfen, dir einen Satz, der das verdeutlicht, in Erinnerung zu rufen, z.B.: “Es ist, wie es ist.”
  6. Wenn dir die Belastung durch die Maskenpflicht sehr zu schaffen macht, kannst du unser kostenloses psychologisches Online-Training zur Stressbewältigung ausprobieren. Verschaffe dir auch gerne eine Übersicht aller kostenfreien Angebote der Initiative “Stark durch die Krise”. Wir freuen uns auf dich!

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Gesunde Vorsicht oder Panik? Wie viel Angst wir in Coronazeiten wirklich brauchen

Hamsterkäufe sind in letzter Zeit wohl an niemandem vorbei gegangen. Wer selbst keine Lager  an Konserven, Nudeln und Klopapier angelegt hat, ist zumindest im Supermarkt Zeuge von der Panik anderer geworden. Und spätestens beim Blick in die leeren Regale stellt sich fast jedem kurz die Frage, ob es nicht doch sinnvoll wäre, noch ein paar Dosen Erbsensuppe mitzunehmen. Man weiß ja nie. Was da mit uns passiert, ist ganz einfach zu erklären, denn genau wie Tiere, verfallen auch Menschen in eine Massenpanik, wenn eine Situation bedrohlich oder auch nur unklar ist.

Die eigene Unsicherheit reduzieren

Wir alle können jeden Tag Phänomene beobachten, die in der Sozialpsychologie als „Konformität“ bezeichnet werden. Der Mensch ist ein Gruppenwesen und orientiert sich in seinem Verhalten an dem, was er bei anderen beobachtet. Meist braucht es nur eine Person, die über die rote Ampel geht, damit ihr weitere fünf folgen. Je höher die Unsicherheit, desto stärker greift dieser Mechanismus. Kein Wunder also, dass wir uns in Zeiten von Corona von den Menschen um uns herum beeinflussen lassen, wie viel Angst wir nun wirklich haben sollten und was in unserem Einkaufswagen landet.

Die eigene Angst infrage stellen

Ein gewisses Maß an Angst ist in der momentanen Lage mehr als angemessen: Es gibt eine reale Gefahr und die Unsicherheit ist groß. Trifft es mich selber? Wie geht es weiter? Was darf ich und was nicht? Natürlich sollte jeder gut für sich sorgen und dazu zählt auch eine gewisse Vorsicht. Wann aber hört ein verantwortungsvoller Umgang auf und wo fängt von Angst geleitetes, irrationales Verhalten an? Genau das sollten wir alle uns immer wieder fragen, um zu erkennen, ob unsere Angst gerade hilfreich ist oder ob wir uns fehlleiten lassen. Denn auch wenn Angst die Funktion hat, uns zu schützen, kann sie uns ebenso lähmen, wenn wir ihr die Oberhand lassen.

Wenn du zum Thema Panik und Corona mehr wissen möchtest, lies den Artikel Panik und Coronavirus – sollten wir wirklich Angst haben?.

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