Zur Übersicht Zur Übersicht Stell deine Fragen an eine Psychotherapeutin

Psychologische Online-Sprechstunde mit Dr. Alena Rentsch

Während überall zu lesen ist, wie wir uns besser vor Infektionen oder Erkrankungen schützen können, ist für die meisten Menschen immer noch wenig über den Umgang mit psychischen Problemen bekannt. Dabei kann man die Psyche, ebenso wie den Körper, pflegen und so Erkrankungen vorbeugen. Sowas wie Händewaschen für die Seele.

Jeden Dienstag um 17:00 bieten wir daher in unserer privaten Facebook Community HelloBetter zusammenzuhause eine psychologische Online-Sprechstunde im Format einer sogenannten “Q&A Session” an.

Uns ist es wichtig über das Thema psychische Gesundheit zu reden. Wir vermitteln dir Informationen, geben viele praktische Strategien und vor allem hören wir zu, wie es dir geht und welche Fragen du konkret hast.

Warum sollten wir mehr über psychische Gesundheit sprechen?

Ein großes Problem ist nach wie vor, dass es den meisten Menschen schwer fällt, über seelische Probleme und psychische Erkrankungen zu sprechen. Viele Betroffene und Angehörige ziehen sich zurück, verschweigen ihre Krankheit und warten lange bis sie sich jemanden anvertrauen. Das kann einsam machen und die Krankheit noch verstärken. Für uns ist wichtig und richtig, sehr offen über psychische Probleme im Alltag zu sprechen. 

Denn für die meisten Betroffenen ist es so eine große Erleichterung, wenn sie ihre psychischen Probleme nicht mehr verschweigen müssen. Nur wenn wir über das Thema sprechen, können wir einen angemessenen Umgang finden und Betroffene die Unterstützung geben, die sie brauchen.

Was sind Q&As und wie kann dir das helfen?

Q&A steht für „Questions and Answers“ –  auf deutsch also „Fragen und Antworten“. Mit diesem Format bieten wir dir in unserer Facebook Community HelloBetter zusammenzuhause einen sicheren Rahmen, in dem alle Fragen rund um das Thema Psychologie und seelische Gesundheit erlaubt sind. 

Jeden Dienstag um 17:00 gehen wir in der Gruppe live, so dass du deine Frage direkt über die Kommentare stellen kannst. Du kannst aber auch die gesamte Woche über deine Frage(n) einsenden, so dass wir uns gezielt darauf vorbereiten können. Manchmal steht eine Sprechstunde unter einem bestimmten Thema, wie z.B. der Ressourcenaktivierung oder Prokrastination, manchmal ist sie komplett themenoffen.

Wir gehen auf deine Fragen ein und geben Wissen über das Thema psychische Gesundheit und vor allem praktische Tipps weiter, was du selber für die eigene psychische Gesundheit tun kannst:

Wie finde ich einen Psychotherapeuten? Was fragt mich meine Psychotherapeutin? Wie gehe ich mit depressiven Phasen um? Oder wie setze ich endlich meine Pläne um? 

Wer steht hinter den Q&As?

Die Q&As werden von unserer Psychotherapeutin Dr. Alena Rentsch gehalten. Nach ihrem Studium der Psychologie hat sie eine Weiterbildung zur psychologischen Psychotherapeutin im Bereich kognitive Verhaltenstherapie absolviert. Ihre Leidenschaft gilt der Umsetzung von Forschung aus Psychologie, Neurowissenschaft und Medizin in praktische Strategien für seelische Gesundheit, Wohlbefinden und mehr Lebenszufriedenheit.

Wir von HelloBetter setzen uns für die kontinuierliche Verbesserung der Versorgung von Menschen mit psychischen Erkrankungen ein – sei es als Psychologen und Psychotherapeuten, Programmierern, Marketing-Spezialisten oder Projektmanagern. 

Auf einen Blick:

  • Dr. Alena Rentsch beantwortet deine Fragen zu psychischer Gesundheit
  • Wo? In der geschützten Facebook-Community HelloBetter zusammenzuhause
  • Wann? Jeden Dienstag, 17:00 als Live Video
  • Wie? Fragen können während der Live-Stunde als Kommentar und jederzeit vorab in der Community eingesendet werden.

Nur wenn offen über psychische Erkrankungen gesprochen wird, kann ein angemessener Umgang damit gefunden werden. Schickt uns eure Fragen! Wir freuen uns darauf mit euch zu sprechen!

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Zur Übersicht Zur Übersicht Der besondere Nutzen von Positiver Psychologie

Der besondere Nutzen von Positiver Psychologie in Zeiten von Corona

Was verbirgt sich hinter dem Begriff „Positive Psychologie“ und wie kann ich das während der aktuellen Zeit für mich nutzen?

Positive Psychologie – kurz und knapp!

Der Fokus der Psychologie und der Psychotherapie lag lange Zeit auf psychischen Störungen und krankmachenden Ereignissen und Umgebungsfaktoren. In der Positiven Psychologie steht hingegen psychisches Wohlbefinden anstelle von psychischem Leiden im Mittelpunkt. Die Hauptfrage, die es hier für jeden individuell zu beantworten gilt, lautet: „Was macht uns glücklich?“.

Was bedeutet das in Zeiten von Corona?

Aktuell erreichen uns täglich viele negative Nachrichten. Viele von uns sind von Ängsten und Sorgen rund um Corona geplagt, leiden unter der sozialen Isolation oder kämpfen mit der Maskenpflicht. Corona und all das was das Virus mit sich bringt, scheint uns schier zu erdrücken. Deshalb ist es besonders jetzt wichtig, sich auf positive Aspekte zu fokussieren!

Wie nutze ich die Positive Psychologie für mich?

Wir Menschen haben seit jeher gelernt, uns auf Negatives und auf eine mögliche Todesgefahr zu fokussieren. Das hat evolutionär gesehen einen großen Vorteil, denn so konnten unsere Vorfahren ihr Überleben sichern. Wenn Du dich dafür interessiert, schau doch mal auf dem Blog von HelloBetter vorbei. Dort erklären wir den Zusammenhang von unserer Basisemotion Angst und dem Überleben.

Den Fokus auf positive Anteile des Lebens zu richten bedeutet daher vor allem zu Beginn – und aktuell besonders verschärft während einer globalen Pandemie – Übung, Übung, Übung!

Positive Haltung durch Fokussierung

Fokussierung benennt die Fähigkeit, seine eigenen Gedanken zu lenken. Fokussierung verändert die Wahrnehmung und das ist momentan wichtiger denn je. Stellen wir uns das mal konkret vor: Wenn ich ständig nach den neuesten Corona-Erkrankungs- und Todeszahlen suche, wächst meine persönlich wahrgenommene Bedrohung durch COVID-19 stetig weiter an. Doch das mit dem Fokussieren geht auch andersherum: Ich kann mich bewusst dafür entscheiden, meinen Fokus auf positive Aspekte, Hoffnung und Handlungsmöglichkeiten zu richten.

Und wie geht das jetzt konkret?

Um mehr nach der Leitfrage „Was macht mich glücklich?“ zu leben, kann eine Auseinandersetzung mit unseren Werten hilfreich sein, (wieder) vermehrt Aktivitäten die mich glücklich machen und in einen „Flow“-Zustand befördern auszuüben oder auch Sport zu treiben. Unseren Fokus zu verändern kann vieles beinhalten. Konkrete Hilfestellungen und Tipps, wie Du das bestmöglich bewerkstelligen kannst, findest du in diesem Artikel über Positive Psychologie im Alltag.

Die fabelhafte „Drei-Gute-Dinge“-Übung

Wir hoffen, dieser Artikel inspiriert dich dazu, die verschiedenen Tipps mal auszuprobieren. Mach aus der 3-Guten-Dinge-Übung ein Ritual mit einer festen Form und Zeit und du wirst schon nach kurzer Zeit bemerken, dass du dem Corona-Stress stets gelassener entgegensehen kannst. Wir wünschen dir viel Erfolg dabei!

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Zur Übersicht Zur Übersicht Erhöhtes Stresslevel: Was macht Corona mit unserem Gehirn?

Auswirkungen von Stress: Was macht Corona mit unserem Gehirn?

Bereits seit mehreren Monaten verändert Corona unser Leben: Soziale Isolation, Angst vor Ansteckung und Ausbreitung des Virus, Quarantäne, Kurzarbeit und finanzielle Sorgen.

Das alles erzeugt Stress. Doch was genau ist Stress eigentlich? Was passiert in unserem Gehirn, wenn wir Stress haben? Antworten auf diese Fragen findest du in diesem Artikel.

Was ist Stress überhaupt?

Stress wird als eine körperliche und psychische Anspannung oder Belastung verstanden, die bestimmte Reaktionen hervorruft und zu gesundheitlichen Schädigungen führen kann. Stress macht uns (überlebens)lebensfähig, da es unseren Körper auf äußere Reize reagieren lässt. Das ist bis zu einem gewissen Grad hilfreich und notwendig, da wir so leistungsfähig und wachsam werden.

Wenn du noch mehr dazu wissen möchtest, was Stress ist und wieso wir Stress brauchen, schau mal HIER vorbei. In dem Artikel gehen wir ausführlich diesen Fragen nach.

Wenn dein Stresslevel allerdings eine gewisse Schwelle überschreitet und zur Dauerbelastung wird, kann das schädlich sein, zu Schlaf- und Konzentrationsproblemen führen und langfristig sogar krank machen. Durch die andauernde Corona-​Krise sind viele von uns einem ungewohnt hohen Maß an psychischer Belastung und Stress ausgesetzt. Dieser Stress kann zur Überlastung werden und sich in einen Dauerstresszustand mit schädlichen Auswirkungen entwickeln.

Was passiert bei Corona-Stress im Gehirn?

Was geschieht bei Corona-Dauerstress auf neuronaler Ebene? Ganz allgemein gilt: Stress entsteht im Gehirn. Die Region, die hauptsächlich für die Entstehung von Stress verantwortlich ist, nennt sich Limbisches System und setzt sich aus mehreren Bestandteilen, wie der Amygdala zusammen. Die Amygdala ist als das Angstzentrum unseres Gehirns bekannt. Wird hier eine Situation als neu oder bedrohlich eingestuft, wird das Stresshormon Cortisol ausgeschüttet. So auch in der aktuellen Situation: Die Corona Pandemie hat weitreichende Auswirkungen auf das persönliche Stresslevel. In Folge steigt der Blutdruck, die Atmung wird schneller, die Muskeln spannen sich an. Bei Stress steht unser Körper auf Alarmbereitschaft – und das aktuell sogar dauerhaft.

Kann das negative Auswirkungen haben?

Unter normalen Umständen ist Stress ist eine zeitlich begrenzte, körperliche Reaktion auf äußere bedrohliche Reize oder Situationen. Ist die bedrohliche Situation vorbei, entspannt sich der Körper wieder und die Erholungsphase tritt ein. Diese Erholungsphase ist essentiell für den menschlichen Organismus und unser Wohlbefinden.

Besonders langanhaltender Stress schlägt sich auf unser körperliches und psychisches Wohlbefinden nieder. In der aktuellen Zeit bleibt die Erholungsphase allerdings oftmals aus. Das erzeugt zunehmend mehr Stress und das Stresslevel bleibt dauerhaft erhöht. Es hat sich gezeigt: Das kann sogar zu geweblichen Veränderungen in unserem Gehirn führen!

Stress verstärkt unsere Angst

Dauerhafter Stress macht sich nicht nur auf emotionaler Ebene bemerkbar, auch in der Amygdala kommt es zu Veränderungen: Bestimmte Zellen des Stresszentrums vermehren sich schneller und lassen andere neuronale Verbindungen zu anderen Hirnregionen stärker ausbilden. So werden diese Regionen schneller überstimuliert und wir fühlen uns schneller überfordert oder hilflos, werden schneller reizbar und nervös.

Dieser durchgängige Anspannungszustand führt dazu, dass der Cortisolspiegel dauerhaft erhöht bleibt und unser Körper sich in einem ständigen Alarmzustand befindet. Ein gefährlicher Kreislauf von Schlafstörungen, Verdauungsproblemen und Herz-Kreislauf-Erkrankungen entsteht.

Stress vermindert unser Erinnerungsvermögen

Der dauerhafte Erregungszustand und die Überstimulierung der Amygdala hat außerdem Auswirkungen auf andere Bereiche unseres Gehirns, wie z.B. den Hippocampus. Diese Region ist unter anderem für unser Lernen und Erinnern zuständig. Befinden wir uns in einem Dauerstresszustand, werden hier weniger Gehirnzellen produziert. Das führt dazu, dass unsere Konzentrationsfähigkeit eingeschränkt ist und wir Schwierigkeiten haben, neue Dinge zu lernen oder uns an alte zu erinnern.

Stress verändert unser Verhalten

Auch der präfrontale Cortex unseres Gehirns wird durch zu viel Stress negativ beeinflusst: Die Kontrolle von Emotionen und die Verhaltenssteuerung kann aus dem Gleichgewicht geraten. Durch Dauerstress gehen hier neuronale Verbindungen verloren und die Gehirnregion wird kleiner. Diese Veränderungen wirken sich auf unser Verhalten in dem Sinne aus, dass wir uns schwer tun, in Stresssituationen angemessene Entscheidungen zu treffen. Zudem reagieren wir schnell gereizt.

Das Wichtigste zum Schluss: Was kann ich konkret gegen zu viel Stress in Zeiten von Corona tun?

Die gute Nachricht: Wir liefern dir einfache und konkrete Handlungsvorschläge, wie du dich vor den negativen Folgen von zu viel Stress in Zeiten von Corona schützen kannst. Stressbedingte Veränderungen des Gehirns sind nämlich keineswegs irreversibel und schon mit einfachen Mitteln kannst du für eine Verbesserung deiner Situation sorgen! Körperliche Aktivität auf der einen Seite, gezielte Entspannung auf der anderen, dazu ausreichend Schlaf und eine ausgewogene Lebensweise können viel bewirken.

Während einer globalen Pandemie erhöht sich unser Stresslevel automatisch, wichtig ist dennoch, dem Stress entgegenzuwirken und so die langfristigen Folgen abzuschwächen. Schon Kleinigkeiten können viel bewirken!Wenn du mehr wissen willst, findest du hier 5 Tipps gegen Stress. Möchtest du dich noch intensiver mit der Thematik auseinandersetzen, ist unser HelloBetter Stress Training genau das Richtige für dich. Schau doch gerne mal rein!

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Zur Übersicht Zur Übersicht Alle tragen Masken – zum Umgang mit der Maskenpflicht

Im Zuge der Eindämmung des Corona-Virus gibt es in allen Bundesländern inzwischen eine Pflicht zum Tragen von Masken. Diese gilt für den öffentlichen Nahverkehr sowie in Geschäften. Die Maskenpflicht soll uns helfen, die Ansteckung mit dem Corona-Virus zu verhindern. 

Die Frage ist nur: Was passiert eigentlich mit unserer Psyche, während wir unseren Körper schützen? Und wie können wir gut und achtsam damit umgehen?

Als angenehm empfindet wohl kaum einer das Tragen einer Maske. Vielen fällt die Atmung schwerer, die Brille beschlägt, es ist warm und ungewohnt. Doch von den eigenen körperlichen Empfindungen einmal abgesehen: Welche Auswirkungen hat es auf uns, wenn wir vielerorts Menschen mit Mund-Nasen-Schutz zu sehen? 

Masken erschweren die soziale Orientierung

Wir fühlen uns verunsichert, wenn wir die Gesichtszüge unserer Mitmenschen nicht lesen können. Eventuell haben wir sogar das Gefühl, bedroht zu sein. Evolutionsbiologisch betrachtet ist das kein Wunder: Nicht nur im Tierreich, auch für uns Menschen war es überlebenswichtig, dass wir Mund und Nase unseres Gegenübers sehen konnten. 

Wir wollen auch heute noch einschätzen können, ob jemand wütend, ängstlich oder entspannt ist, um uns entsprechend zu verhalten. Dieser wichtige soziale Aspekt fällt nun weg. In der Folge fühlen wir uns möglicherweise bedroht. Damit wappnen wir uns sozusagen für den Fall, dass eine echte Bedrohung durch einen Angreifer auf Grund des Mund-Nasen-Schutzes unerkannt bleibt.

Masken können negative Assoziationen hervorrufen

Bei den meisten von uns wecken die Masken außerdem eher unangenehme Assoziationen. Wir denken an Arztbesuche, Krankenhäuser und Bankräuber. Diese Assoziationen tragen zu unseren unangenehmen Gefühlen in Zusammenhang mit der Maskenpflicht bei. 

Natürlich halten die Masken auch weiterhin den Gedanken an den Corona-Virus aufrecht. In Alltagssituationen wie beim Bus fahren oder beim Einkaufen haben wir dadurch stetig die Pandemie präsent. 

Die Maskenpflicht schränkt das Gefühl von Selbstbestimmung ein

Eine Pflicht ist etwas, das uns von außen auferlegt wird. Selbst wenn wir Pflichten gerne erfüllen und den Sinn in ihnen erkennen, haben Pflichten den unangenehmen Beigeschmack einer fremdgesteuerten Einschränkung. 

Da es aufgrund der Corona-Krise gerade zu einem Anstieg vieler neuer Pflichten kommt, kann es sein, dass wir mit innerem Widerstand reagieren – der gar nicht durch bewusstes Nachdenken ausgelöst sein muss. 

In der Psychologie spricht man von Reaktanz. Die beste Möglichkeit mit diesem Widerstand umzugehen, ist, sich ihn sich zunächst bewusst zu machen und dann zu erforschen, ob wir die Maskenpflicht tatsächlich nur als willkürliche Fremdbestimmung wahrnehmen. Oder ob es uns gelingen kann, denn Sinn der Masken zum Schutz anderer Menschen und uns selbst erkennen und annehmen können. 

Vielleicht gelingt es uns auch, diese Maßnahme als vorübergehend zu begreifen und zwei Gefühle gleichzeitig da sein zu lassen: ja, das ist unangenehm und ja, das ist hilfreich und daher positiv.  

Was hilft uns im Umgang mit der Maskenpflicht?

Es gibt etwas, das sich von ganz alleine einstellen und uns das Tragen der Masken erleichtern wird: Gewohnheit. Die Menschen in vielen asiatischen Großstädten machen es uns nicht erst seit der Corona-Krise vor. Masken zur Vorbeugung von Infektionen oder zum Schutz vor Feinstaub zu tragen, ist dort gang und gäbe. 

Wenn unser Gehirn irgendwann durch Erfahrung gelernt hat, dass unsere Mitmenschen mit Maske nicht bedrohlicher sind als ohne, werden wir keine heftigen unangenehmen Gefühle mehr in Zusammenhang mit dem Anblick der vielen Masken entwickeln. 

Diese Übergangszeit gilt es einerseits durchzuhalten, andererseits ist sie immer auch eine Chance, unsere bisherigen Gewohnheiten wahrzunehmen und dankbar zu sein. Unser Leben bis hin zur Corona-Krise konnten wir ohne Maske einkaufen gehen und die öffentlichen Verkehrsmittel benutzen – und dieser Zustand wird eines Tages zurückkehren. 

6 Tipps, was du konkret tun kannst:

  1. Der Gedanke hinter dem Tragen einer Maske ist, dass wir uns gegenseitig schützen. Jede Maske, die du siehst, ist daher ein Symbol für Rücksichtnahme und drückt den Wunsch aus, dass wir und andere gesund bleiben mögen. Mache dir das bewusst.
  2. Übe dich in Dankbarkeit: Schreibe dir täglich 3 Dinge auf, die du im Grunde täglich als selbstverständlich nimmst und für die du verstärkt dankbar sein kannst, z.B. deine Gesundheit, den Sonnenschein und die Möglichkeit, mit einem Freund oder einer Freundin spazieren zu gehen.
  3. Tausche dich mit anderen über die Maskenpflicht aus und erzähle, wie du dich fühlst. Erfahre, dass es anderen vielleicht ganz ähnlich geht, das stärkt dein Gefühl von Verbundenheit und schafft positive Gefühle. Wenn du möchtest, teile deine Erfahrungen gerne mit uns und weiteren Menschen in unserer Facebook-Community HelloBetter zusammenzuhause.
  4. Fokussiere dich auf Positives: Welche positiven Assoziationen zum Tragen einer Maske hast du? Kennst du es vielleicht vom Skifahren oder aus dem Nagelstudio? Auch Bauarbeiter tragen zum Schutz eine Maske und es gibt auch traditionelle Maskenfeste. Denke auch an diese positiven Verbindungen.
  5. Unangenehme Gefühle in Zusammenhang mit der Maske sind ganz normal. Versuche sie daher wahrzunehmen, da sein zu lassen und nicht gegen sie anzukämpfen, da du sie sonst nur verstärkst. Vielleicht kann es dir helfen, dir einen Satz, der das verdeutlicht, in Erinnerung zu rufen, z.B.: “Es ist, wie es ist.”
  6. Wenn dir die Belastung durch die Maskenpflicht sehr zu schaffen macht, kannst du unser kostenloses psychologisches Online-Training zur Stressbewältigung ausprobieren. Verschaffe dir auch gerne eine Übersicht aller kostenfreien Angebote der Initiative „Stark durch die Krise“. Wir freuen uns auf dich!

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