Zur Übersicht Zur Übersicht Wie du mit der Angst vor Corona gut umgehen kannst

Angst ist ein Thema, das wahrscheinlich schon seit Jahrzehnten nicht mehr so viele Menschen zugleich beschäftigt hat, wie in den vergangenen Wochen. Dass Corona in den allermeisten von uns Ängste schürt, ist angesichts der aktuellen Situation alles andere als verwunderlich. Angst will uns als eine unserer Basisemotionen in erster Linie schützen, unser Überleben sichern, uns vor körperlichen und auch psychischem Leid bewahren. 

Was erst einmal eine hilfreiche Funktion ist, kann jedoch schnell ein lähmender, dysfunktionaler Begleiter werden. Schutz ja, Panik nein! Wie schaffen wir es in Zeiten ständiger Unsicherheit eine Balance auf diesem schmalen Grat zu finden?

Sich dem Positiven zu- und dem Negativen abwenden

Wir können selber darüber entscheiden, was wir sagen, sehen, hören und tun. So banal es klingen mag, bringt uns diese Fähigkeit einen enormen Vorteil. Denn wir haben Einfluss darauf, mit welchen Inhalten wir uns auseinandersetzen und von welchen wir uns abwenden wollen. 

In der Psychotherapie wird die sogenannte Stimuluskontrolle als Methode angewandt, um das psychische Wohlbefinden zu fördern. Auf unsere aktuelle Situation übertragen, kannst du dir also überlegen, was dir gerade gut tut und hiervon ganz bewusst mehr tun und dich von dem distanzieren, was deine Ängste weiter schürt.

Ich bin nicht meine Angst

Zu dieser Erkenntnis kommen viele Menschen, wenn sie dem Prinzip der Defusion folgen. Oftmals stecken wir so sehr in unseren Gedanken und Gefühlen, dass wir eins mit ihnen sind und uns förmlich von ihnen einnehmen lassen (Fusion = verschmelzen, Einssein). In der Defusion geht es darum, unsere Perspektive einmal zu wechseln: Wir treten nach außen und werden zum Beobachter unserer Gefühle. 

Versuche also einmal deine Angst ganz genau wahrzunehmen, wie sie sie steigt und auch wieder abfällt. Durch die Rolle als Zuschauer entwickelst du automatisch einen gewissen Abstand zu deinen Gefühlen, was dich gerade bei Angst davor schützen kann, von ihr übermannt zu werden.

Und wenn sie mich dann doch überkommt?

In keinem dieser Ansätze geht es darum, deine Angst zu vermeiden oder zu unterdrücken. Es geht vielmehr darum, einen gesunden Umgang mit ihr zu finden und ihr dadurch langfristig die Macht über uns zu nehmen. Trotzdem kommt es natürlich immer mal wieder vor, dass uns plötzlich Angst oder gar Panik überkommt. Aus einer solchen Situation kannst du dir mit einer einfachen Atemtechniken helfen: lasse deine Ausatmung länger werden als deine Einatmung, zähle hierfür auch gerne mit (z.B. auf 4 Sekunden ein- und auf 6 Sekunden ausatmen). Du aktivierst dadurch deinen Parasympathikus, den Ruhenerv und dein Angstlevel geht automatisch runter. 

Im Artikel “Angst und Corona: 6 Empfehlungen zum Umgang mit der Angst vor dem Coronavirus” findest du noch mehr Empfehlungen und Infos zum Umgang mit Angst während der Coronazeit. 

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Zur Übersicht Zur Übersicht Die Chance in der Corona-Zwangspause erkennen

Pandemie, Krise, globale Katastrophe – vermutlich ist es niemandem von uns beim Verfolgen der Nachrichten gelungen, der neuen Situation unmittelbar etwas Positives abzugewinnen. Was sollte am Coronavirus schon gut sein?

Die Chance, das Leben neu zu sortieren

Einerseits scheint es gefühlt abwegig, darin etwas Gutes sehen zu wollen, vor allem wenn wir selbst oder einer unserer Lieben unmittelbar betroffen ist. Langfristig stehen wir aber ohnehin vor der Herausforderung, unser Leben neu zu sortieren. Der aktuelle Einschnitt bietet uns also auch die Chance, Dinge (endlich) anders zu machen.

Die Chance, die Zeit neu zu nutzen

Möglicherweise hast du plötzlich mehr Zeit als vorher – sei es durch weniger Freizeitaktivitäten, Kurzarbeit oder im schlimmsten Fall Krankheit oder Jobverlust. Vielleicht ist es dir – irgendwann – möglich, diese Zeit ein Stück weit als geschenkte Zeit zu betrachten. Als Möglichkeit, dein Leben zu überdenken: Was möchtest du wirklich in deinem Leben tun? Welche Veränderungen musst und möchtest du vornehmen, um langfristig glücklicher zu sein? Sammle deine Ideen und spüre, mit welchen Plänen du dich gut fühlst und welche du umsetzen möchtest.

Die Chance, Entschleunigung und Akzeptanz zu üben

Neben konkreten Veränderungen sind auch Entschleunigung und Akzeptanz Sicht- und Lebensweisen, die viele von uns schon vor der Corona-Krise gerne mehr in ihr Leben gebracht hätten. Nun werden wir geradezu zu beidem gezwungen. Anstatt uns jedoch zur Ruhe und Muße “verdonnert” zu fühlen, können wir bewusst wählen, weniger zu tun und innerlich weniger gegen das anzukämpfen, was ist. 

Wir können also die Chance in der Krise sehen und die Zwangspause zur Auszeit umfunktionieren, die uns auf einen neuen Lebensweg führen kann. Wie das genauer gehen kann, liest du hier: 

Wie wir die Zwangspause zur Auszeit machen können

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