Zur Übersicht Zur Übersicht Erhöhtes Stresslevel: Was macht Corona mit unserem Gehirn?

Auswirkungen von Stress: Was macht Corona mit unserem Gehirn?

Bereits seit mehreren Monaten verändert Corona unser Leben: Soziale Isolation, Angst vor Ansteckung und Ausbreitung des Virus, Quarantäne, Kurzarbeit und finanzielle Sorgen.

Das alles erzeugt Stress. Doch was genau ist Stress eigentlich? Was passiert in unserem Gehirn, wenn wir Stress haben? Antworten auf diese Fragen findest du in diesem Artikel.

Was ist Stress überhaupt?

Stress wird als eine körperliche und psychische Anspannung oder Belastung verstanden, die bestimmte Reaktionen hervorruft und zu gesundheitlichen Schädigungen führen kann. Stress macht uns (überlebens)lebensfähig, da es unseren Körper auf äußere Reize reagieren lässt. Das ist bis zu einem gewissen Grad hilfreich und notwendig, da wir so leistungsfähig und wachsam werden.

Wenn du noch mehr dazu wissen möchtest, was Stress ist und wieso wir Stress brauchen, schau mal HIER vorbei. In dem Artikel gehen wir ausführlich diesen Fragen nach.

Wenn dein Stresslevel allerdings eine gewisse Schwelle überschreitet und zur Dauerbelastung wird, kann das schädlich sein, zu Schlaf- und Konzentrationsproblemen führen und langfristig sogar krank machen. Durch die andauernde Corona-​Krise sind viele von uns einem ungewohnt hohen Maß an psychischer Belastung und Stress ausgesetzt. Dieser Stress kann zur Überlastung werden und sich in einen Dauerstresszustand mit schädlichen Auswirkungen entwickeln.

Was passiert bei Corona-Stress im Gehirn?

Was geschieht bei Corona-Dauerstress auf neuronaler Ebene? Ganz allgemein gilt: Stress entsteht im Gehirn. Die Region, die hauptsächlich für die Entstehung von Stress verantwortlich ist, nennt sich Limbisches System und setzt sich aus mehreren Bestandteilen, wie der Amygdala zusammen. Die Amygdala ist als das Angstzentrum unseres Gehirns bekannt. Wird hier eine Situation als neu oder bedrohlich eingestuft, wird das Stresshormon Cortisol ausgeschüttet. So auch in der aktuellen Situation: Die Corona Pandemie hat weitreichende Auswirkungen auf das persönliche Stresslevel. In Folge steigt der Blutdruck, die Atmung wird schneller, die Muskeln spannen sich an. Bei Stress steht unser Körper auf Alarmbereitschaft – und das aktuell sogar dauerhaft.

Kann das negative Auswirkungen haben?

Unter normalen Umständen ist Stress ist eine zeitlich begrenzte, körperliche Reaktion auf äußere bedrohliche Reize oder Situationen. Ist die bedrohliche Situation vorbei, entspannt sich der Körper wieder und die Erholungsphase tritt ein. Diese Erholungsphase ist essentiell für den menschlichen Organismus und unser Wohlbefinden.

Besonders langanhaltender Stress schlägt sich auf unser körperliches und psychisches Wohlbefinden nieder. In der aktuellen Zeit bleibt die Erholungsphase allerdings oftmals aus. Das erzeugt zunehmend mehr Stress und das Stresslevel bleibt dauerhaft erhöht. Es hat sich gezeigt: Das kann sogar zu geweblichen Veränderungen in unserem Gehirn führen!

Stress verstärkt unsere Angst

Dauerhafter Stress macht sich nicht nur auf emotionaler Ebene bemerkbar, auch in der Amygdala kommt es zu Veränderungen: Bestimmte Zellen des Stresszentrums vermehren sich schneller und lassen andere neuronale Verbindungen zu anderen Hirnregionen stärker ausbilden. So werden diese Regionen schneller überstimuliert und wir fühlen uns schneller überfordert oder hilflos, werden schneller reizbar und nervös.

Dieser durchgängige Anspannungszustand führt dazu, dass der Cortisolspiegel dauerhaft erhöht bleibt und unser Körper sich in einem ständigen Alarmzustand befindet. Ein gefährlicher Kreislauf von Schlafstörungen, Verdauungsproblemen und Herz-Kreislauf-Erkrankungen entsteht.

Stress vermindert unser Erinnerungsvermögen

Der dauerhafte Erregungszustand und die Überstimulierung der Amygdala hat außerdem Auswirkungen auf andere Bereiche unseres Gehirns, wie z.B. den Hippocampus. Diese Region ist unter anderem für unser Lernen und Erinnern zuständig. Befinden wir uns in einem Dauerstresszustand, werden hier weniger Gehirnzellen produziert. Das führt dazu, dass unsere Konzentrationsfähigkeit eingeschränkt ist und wir Schwierigkeiten haben, neue Dinge zu lernen oder uns an alte zu erinnern.

Stress verändert unser Verhalten

Auch der präfrontale Cortex unseres Gehirns wird durch zu viel Stress negativ beeinflusst: Die Kontrolle von Emotionen und die Verhaltenssteuerung kann aus dem Gleichgewicht geraten. Durch Dauerstress gehen hier neuronale Verbindungen verloren und die Gehirnregion wird kleiner. Diese Veränderungen wirken sich auf unser Verhalten in dem Sinne aus, dass wir uns schwer tun, in Stresssituationen angemessene Entscheidungen zu treffen. Zudem reagieren wir schnell gereizt.

Das Wichtigste zum Schluss: Was kann ich konkret gegen zu viel Stress in Zeiten von Corona tun?

Die gute Nachricht: Wir liefern dir einfache und konkrete Handlungsvorschläge, wie du dich vor den negativen Folgen von zu viel Stress in Zeiten von Corona schützen kannst. Stressbedingte Veränderungen des Gehirns sind nämlich keineswegs irreversibel und schon mit einfachen Mitteln kannst du für eine Verbesserung deiner Situation sorgen! Körperliche Aktivität auf der einen Seite, gezielte Entspannung auf der anderen, dazu ausreichend Schlaf und eine ausgewogene Lebensweise können viel bewirken.

Während einer globalen Pandemie erhöht sich unser Stresslevel automatisch, wichtig ist dennoch, dem Stress entgegenzuwirken und so die langfristigen Folgen abzuschwächen. Schon Kleinigkeiten können viel bewirken!Wenn du mehr wissen willst, findest du hier 5 Tipps gegen Stress. Möchtest du dich noch intensiver mit der Thematik auseinandersetzen, ist unser HelloBetter Stress Training genau das Richtige für dich. Schau doch gerne mal rein!

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Zur Übersicht Zur Übersicht Wie gehe ich mit Zukunftssorgen um?

Auch wenn mittlerweile wieder mehr Normalität in unseren Alltag einkehrt, fühlen die meisten von uns sich noch angespannt und unsicher. Wir wissen einfach nicht so recht. Geht es jetzt tatsächlich bergauf oder wird eine zweite Krankheitswelle dazu führen, dass wieder mehr Einschränkungen kommen? Werden ich, meine Familienangehörigen und Freunde noch erkranken? Und was hätte das für Langzeitfolgen? 

Gedanken verursachen Stress

Es gibt Situationen, in denen wird eine körperliche Stressreaktion unmittelbar durch etwas ausgelöst, das wir vor Augen haben. Sehen wir ein Auto schnell auf uns zurasen, erhöht sich unser Herzschlag und wir bringen uns in Sicherheit. Aber auch Gedanken können Stressreaktionen verursachen. Manchmal sind es Gedanken an etwas Vergangenes, das uns im wahrsten Sinn einfach keine Ruhe lässt, häufig sind es aber auch Gedanken an eine ungewisse – und möglicherweise bedrohliche – Zukunft.

Was wir häufig gegen „Gedankenstress“ tun

Wenn wir bemerken, dass wir uns um die Zukunft sorgen, begehen wir oft den Fehler zu versuchen, beunruhigende Gedanken mit positiven Gedanken zu ersetzen. Das funktioniert in den meisten Fällen allerdings nicht, da diese positiven Gedanken sofort unseren „inneren Kritiker“ auf den Plan rufen. Oder anders ausgedrückt: Sobald wir anfangen uns etwas schön zu reden, wird unser Kopf mit einer Gegenrede antworten. So verstricken wir uns nur weiter ins Gedankenchaos.

Was uns wirklich bei Zukunftssorgen hilft

Egal, wie sehr wir uns andere Gedanken wünschen – es sind nun mal diejenigen da, die gerade da sind. Das ist so ähnlich wie beim Wetter. Wenn es regnet, kann ich mir zwar Sonnenschein wünschen, doch so lange es regnet, wird es eben regnen.

Achtung: In Bezug auf Gedanken heißt das nicht, dass du diese Gedanken an eine möglicherweise beunruhigende Zukunft mögen musst. Aber du kannst sie da sein lassen und ihnen nicht weiter folgen. Das klappt am besten, indem du sie als etwas Unpersönliches betrachtest – so wie auch der Regen kommt und geht, kannst du Gedanken kommen und gehen lassen.

Im Artikel „Ich fühle mich gestresst und weiß nicht warum – was kann ich tun?“ findest du noch mehr Empfehlungen und Infos zum Umgang mit Zukunftsgedanken, die Stress auslösen.

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Zur Übersicht Zur Übersicht Stress und Corona: Wie du gut durch die Krise kommst

Wir alle stehen gerade vor der Herausforderung, uns an die aktuelle Situation anpassen zu müssen und unser Leben weitestgehend auf links zu krempeln. Kaum etwas ist noch so, wie es vor einigen Monaten war. Dass diese Umstellung alles andere als einfach ist, ist wohl mehr als verständlich.

Wir haben dir ein paar Tipps zusammengestellt, wie du diese Stresssituation so gut wie möglich meistern kannst. 

Finde neue Routinen

Für die allermeisten von uns bedeutet Corona neue Maßnahmen wie Home-Office, Kurzarbeit oder andere Veränderungen, die zu mehr Zeit in den eigenen vier Wänden führen. Um dem Lagerkoller zu entkommen, ist es wichtig, dass wir uns klare Strukturen schaffen: 

Feste Arbeitszeiten, zu denen wir aus dem Pyjama hüpfen, Pausen einbauen, wie wir es auch im Büro tun und nach getaner Arbeit den Feierabend genießen. 

Eine gute Idee ist es außerdem, sich sogenannte Kraftgeber in den Alltag einzubauen. Kraftgeber können alles sein, was dir guttut: ein kurzer Gang um den Block, ein Telefonat mit der Freundin oder eine kleine Yoga Session. 

Wohin mit all der freien Zeit?

Plötzlich auch unter der Woche mehr Freizeit zu haben, ist für viele von uns erst einmal völliges Neuland. Was so wunderbar klingt, kann aber auch eine echte Herausforderung darstellen, denn freie Zeit ist nicht unbedingt auch Qualitätszeit. Tagelanges Netflixen auf der Couch fühlt sich weder sonderlich erfüllend an, noch bringt es die Entspannung, nach der wir uns sehnen. 

Versuche stattdessen, deine neu gewonnene Zeit für Dinge zu nutzen, die deinen inneren Akku tatsächlich wieder aufladen. Vielleicht möchtest du das kostenfreie Online-Stressbewältigungstraining von HelloBetter ausprobieren. Es wurde eigens an die aktuellen Herausforderungen durch Corona angepasst und hier kostenfrei zur Unterstützung in dieser Zeit bereitgestellt. Vielleicht hast du aber auch ein Projekt, das du schon ewig angehen wolltest oder hast es während deiner Vollzeitwoche zu selten zum Sport geschafft. Für all die Dinge, die sonst noch auf der Strecke geblieben sind, kannst du dir nun ganz bewusst und ohne schlechtes Gewissen Zeit nehmen. 

Verbinde dich mit anderen 

Seit Wochen dürfen wir unsere Freunde und Familien nur noch unter Auflagen oder zumindest mit großer Vorsicht sehen, viele fühlen sich daher in Zeiten von Corona einsam. Nutze die Möglichkeiten der Kommunikation, um dich mit deinen Vertrauten zu verbinden. Ihnen wird es vermutlich ähnlich gehen wie dir. 

Du kannst auch in sozialen Netzwerken, zum Beispiel in unserer geschlossenen Facebook Gruppe HelloBetter zusammenzuhause mit anderen, denen es ähnlich geht wie dir, in Kontakt treten und dich austauschen. 

Zögere nicht, dir Unterstützung und Hilfe zu holen, wenn du dich belastet fühlst. Du kannst in einem ersten Schritt z.B. die Telefonseelsorge (0800 111 0111) oder die Hotline von HelloBetter unter 0800 000 9554 (täglich von 8-20 Uhr, kostenfrei aus dem deutschen Fest- und Mobilfunknetz) anrufen, um dich über mögliche Hilfestellungen zu informieren. 

Unter Corona-Krise: 10 Dinge, die wir tun können findest du weitere Tipps, die dir dabei helfen können, möglichst stressfrei durch die Corona-Zeit zu kommen. 

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Zur Übersicht Zur Übersicht Psychische Kraft in der Corona-Krise

Mit der Corona-Krise kommen radikale Veränderungen

Die Corona-Krise verändert das öffentliche und private Leben drastisch. Wir sind durch die Eindämmungsmaßnahmen gezwungen, einschneidende Veränderungen in unserem Alltag und unseren Gewohnheiten vorzunehmen. Was bisher im gesellschaftlichen Miteinander, in der eigenen Lebensführung, den familiären Abläufen und dem beruflichen Tun selbstverständlich war, stellt uns nun vor große Herausforderungen – sowohl organisatorisch, als auch mental.

Ängste und Sorgen beeinträchtigen unsere psychische Gesundheit

Bei vielen von uns laufen Ängste und Sorgen aller Art bei all dem im Hintergrund mit. Meist unbewusst, manchmal aber auch laut und deutlich, nagen diese Ängste an unserer psychischen Gesundheit. Doch gerade jetzt sind viele der Ventile, die wir bislang zum Stressabbau nutzen konnten, nicht mehr nutzbar.

Kraftgebende Routinen sind nicht mehr möglich oder verändert, liebgewonnene Hobbys oder Zeit im Freundeskreis eventuell von den Einschränkungen betroffen. Und wir können ahnen, dass es auf absehbare Zeit keine Rückkehr zu unserem “normalen” Leben geben wird, dass wir nicht umhin kommen, uns auf ein “neues Normal” einzustellen.

Wir können unser psychisches Wohlbefinden erhöhen

Um uns während der Corona-Krise und darüber hinaus gut um uns selbst zu kümmern, können wir ganz konkret und aktiv etwas für unser psychisches Wohlbefinden tun. Wir haben dir einige Anregungen für Kraftgeber in dieser Zeit zusammengestellt:

Was uns in der Corona-Krise Kraft gibt – 6 Tipps für den Alltag

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