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Corona-Krise: Anstieg von Depressionen zu verzeichnen

Anstieg von Depressionen in der Corona-Krise zu verzeichnen

Fühlst du dich seit den Corona-Einschränkungen zunehmend niedergeschlagen, antriebslos und schläfst auch noch schlecht? In diesem Artikel erfährst du mehr über eine mögliche Einordnung dieser Symptome und lernst was du heute noch dagegen tun kannst.

Corona – Eine Gefahr für die psychische Gesundheit 

Vielen Menschen setzt die aktuelle Zeit mental stark zu. Ausgangsbeschränkungen, Abstandsregelungen, Maskenpflicht, Kurzarbeit, Zukunftsangst – das sind nur einige der Themen, mit denen wir alle aktuell konfrontiert sind. Unabhängig davon ob man vorerkrankt ist oder nicht, sind die vielfältigen Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie wichtig für das Wohl der Gemeinschaft. Nichtsdestotrotz können durch die zahlreichen Einschränkungen negative Folgen für unsere psychische Gesundheit entstehen.

Auf belastende Ereignisse und Probleme traurig oder überfordert zu reagieren, ist völlig normal. Halten diese Gefühle allerdings über einen längeren Zeitraum an, ist Vorsicht geboten. Doch woran erkennst du, ob die Corona-Krise eine Depression ausgelöst hat?

Hauptmerkmale einer Depression

Ganz allgemein kann man sagen: Depressionen gehen mit gedrückter und niedergeschlagener Stimmung einher. Dazu kommen oftmals Interessenverlust von ehemals geliebten Aktivitäten, Schlafschwierigkeiten wie Einschlaf- oder Durchschlafstörungen und Verlust der Libido. All diese Symptome können durch die Corona-Einschränkungen in der aktuellen Zeit erstmals hervorgerufen oder zunehmend verstärkt werden. Eine Corona-bedingte Jobunsicherheit kann zu Schlafstörungen führen oder das eingeschränkte Sozialleben mit einem Gefühl von Einsamkeit in Verbindung stehen.

Erscheinungsbilder der Depression

Depressionen gehören mit zu den häufigsten psychischen Erkrankungen in Deutschland. Wenn du mehr darüber erfahren möchtest, haben wir in diesem Artikel die fünf häufigsten Formen der Depression zusammengefasst.

Für die Diagnosestellung gibt es einige Kernkriterien, die erfüllt sein müssen, um eine Depression diagnostizieren zu können – trotzdem unterscheidet sich die Krankheitsausprägung von Person zu Person stark. Keine Depression gleicht einer anderen, so individuell die Betroffenen selbst sind, so individuell sind auch die persönlich empfundenen Belastungen. 

Depression während der Corona-Krise

Die Corona-Krise hat auch psychosoziale Auswirkungen: Laut Forschungsberichten nehmen Angstzustände und Depressionen aktuell zu. Dazu kommt ein Anstieg von Schlafstörungen, Wiedererinnern von Traumatisierungen und vermehrte familiäre und Partnerschaftskonflikte.

Die aktuelle Situation stellt für uns alle eine besondere Probe dar und ist für psychisch erkrankte Menschen, die durch Corona nicht ausreichend therapeutisch versorgt werden können, eine umso größere Herausforderung. Psychischen Erkrankungen, wie Depressionen, kann man jedoch durch gezielte Methoden bis zu einem gewissen Punkt gegensteuern.

Hier sind einige Hilfestellungen, die in der aktuellen Situation Abhilfe leisten können:

1Feste Struktur schaffen:

 Sorge für einen gut strukturierten Tag und eine gut strukturierte Woche. Das fängt mit einer festgelegten Zeit zum morgendlichen Aufstehen an. Aber auch fixe Arbeits- oder Lernzeiten und geplante Mahlzeiten gehören dazu. Bei alldem aber nicht die schönen Dinge des Lebens vergessen: Entspannungsübungen, Fernsehen oder auch Netflix-Zeit. Spazieren gehen oder andere angenehme Aktivitäten sollen ebenfalls ihren Platz bekommen

2Ausreichend schlafen:

Ausreichend Schlaf zu bekommen ist auch in der aktuellen Zeit essentiell. Auch hier kann der feste Tagesplan hilfreich sein, um zur gewohnten Zeit zu Bett zu gehen und ausreichend zu schlafen.

3Soziale Kontakte pflegen:

Kontaktbeschränkungen und Homeoffice machen es momentan nicht leicht, weiterhin soziale Kontakte zu pflegen. In vielen Bundesländern gibt es vermehrt Lockerungen und man kann sich wieder in einem Café auf einen gemeinsamen Kaffee verabreden – natürlich mit den erforderlichen Abstandsregelungen. Alternativ kann man sich auch zum Telefonieren verabreden, Chats nutzen oder Onlineforen beitreten. Wir von HelloBetter haben eine Online-Community für die Corona-Zeit ins Leben gerufen, die ein digitales Gefühl von Zusammenhalt geschaffen hat. Schau gerne mal in der Facebook Gruppe #zusammenzuhause vorbei!

4Seriöse Quellen nutzen:

 Fakten mindern Ängste. Es kann für mehr Sicherheit und Ruhe sorgen, sich regelmäßig über den aktuellen Stand zu informieren. Nutze dafür seriöse Quellen wie das Robert-Koch-Institut, die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung oder die Seite der Deutschen Angst Hilfe e.V. Ganz wichtig dabei: Sei achtsam mit dir selbst und lies nur so oft die Nachrichten, wie es dir guttut. Ständige Nachrichtenflut kann Ängste unter Umständen verstärken. Deshalb gilt: Die Dosis macht’s!

5Such dir Hilfe:

Wenn du merkst, dass dir alles irgendwie zu viel wird und du mit jemandem sprechen möchtest, kannst du dich gerne jederzeit an unsere Corona-Hotline wenden. Dort sind unsere Psychologen und Psychotherapeutinnen die ganze Woche, von 08-20 Uhr unter der Nummer 0800 000 33 45 kostenlos und anonym für dich da.

6Nutze psychologische Online-Programme:

Wenn du dir mehr Unterstützung bei der Bewältigung deiner Sorgen und Probleme wünschst, kann dir unser kostenfreies Corona-Training helfen.

Wenn du dich selbst in diesem Artikel wiedererkennst oder du jemanden in deinem direkten Umfeld hast, auf den das hier geschriebene zutrifft, möchtest wir dich herzlich dazu einladen, unsere kostenfreien Angebote zu nutzen. Du musst diese Krise nicht alleine durchstehen, es gibt Unterstützung und du hast ein Anrecht auf professionelle Hilfe. 

Gemeinsam kommen wir #starkdurchdiekrise

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