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Gesunde Vorsicht oder Panik? Wie viel Angst wir in Coronazeiten wirklich brauchen

Hamsterkäufe sind in letzter Zeit wohl an niemandem vorbei gegangen. Wer selbst keine Lager  an Konserven, Nudeln und Klopapier angelegt hat, ist zumindest im Supermarkt Zeuge von der Panik anderer geworden. Und spätestens beim Blick in die leeren Regale stellt sich fast jedem kurz die Frage, ob es nicht doch sinnvoll wäre, noch ein paar Dosen Erbsensuppe mitzunehmen. Man weiß ja nie. Was da mit uns passiert, ist ganz einfach zu erklären, denn genau wie Tiere, verfallen auch Menschen in eine Massenpanik, wenn eine Situation bedrohlich oder auch nur unklar ist.

Die eigene Unsicherheit reduzieren

Wir alle können jeden Tag Phänomene beobachten, die in der Sozialpsychologie als „Konformität“ bezeichnet werden. Der Mensch ist ein Gruppenwesen und orientiert sich in seinem Verhalten an dem, was er bei anderen beobachtet. Meist braucht es nur eine Person, die über die rote Ampel geht, damit ihr weitere fünf folgen. Je höher die Unsicherheit, desto stärker greift dieser Mechanismus. Kein Wunder also, dass wir uns in Zeiten von Corona von den Menschen um uns herum beeinflussen lassen, wie viel Angst wir nun wirklich haben sollten und was in unserem Einkaufswagen landet.

Die eigene Angst infrage stellen

Ein gewisses Maß an Angst ist in der momentanen Lage mehr als angemessen: Es gibt eine reale Gefahr und die Unsicherheit ist groß. Trifft es mich selber? Wie geht es weiter? Was darf ich und was nicht? Natürlich sollte jeder gut für sich sorgen und dazu zählt auch eine gewisse Vorsicht. Wann aber hört ein verantwortungsvoller Umgang auf und wo fängt von Angst geleitetes, irrationales Verhalten an? Genau das sollten wir alle uns immer wieder fragen, um zu erkennen, ob unsere Angst gerade hilfreich ist oder ob wir uns fehlleiten lassen. Denn auch wenn Angst die Funktion hat, uns zu schützen, kann sie uns ebenso lähmen, wenn wir ihr die Oberhand lassen.

Wenn du zum Thema Panik und Corona mehr wissen möchtest, lies den Artikel Panik und Coronavirus – sollten wir wirklich Angst haben?.

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