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Warum übermäßige Corona-Sorgen krank machen können

In der aktuellen Zeit sind wir mehr denn je von unzähligen Sorgen geplagt. Angst vor Krankheit, Angst vor einer zweiten Corona-Infektionswelle, Angst vor Jobverlust – die Sorgenliste könnte noch länger werden.

Sorgen sind natürlich berechtigt, können aber im Übermaß ernsthafte negative Auswirkungen auf unsere psychische Gesundheit mit sich führen. Die Forschung zeigt – es gibt einen klaren Zusammenhang zwischen übermäßigem Grübeln und Depressionen.

Was ist Grübeln überhaupt?

Viel nachzudenken ist an und für sich eine gute Sache. Sich zu sorgen kann dabei helfen, bevorstehende Herausforderungen zu meistern und belastende Erfahrungen aus der Vergangenheit zu verarbeiten. Doch wann ist ein „zu viel“ erreicht?

In Abgrenzung zu normalem Nachdenken kennzeichnet sich Grübeln durch immer wiederkehrende Denkschleifen. Grübeln führt jedoch meist nicht zur Lösung eines Problems und kann von den Betroffenen als belastend wahrgenommen werden. Somit bezeichnet Grübeln ständig wiederholende Gedanken, die in der psychologischen Fachliteratur als „Rumination“ bezeichnet werden. Übermäßiges Grübel ist auch bekannt als das klassische Gedankenkarussel.

Warum grübeln wir?

Hinter dem Grübeln steckt das ganz natürliche menschliche Bedürfnis nach Sicherheit und der Wunsch, Kontrolle zu erlangen oder zurückzugewinnen. Besonders in Zeiten, in denen alles außer Kontrolle zu geraten scheint, neigen wir dazu, vermehrt zu grübeln. Das betrifft persönliche Herausforderungen und Schwierigkeiten und eine globale Pandemie wie wir sie aktuell erleben, gleichermaßen.

Was hat Grübeln für Auswirkungen?

Übermäßiges, belastendes Grübeln ist nicht nur sehr quälend, es ist oftmals eines der ersten Symptome einer Depression. Wenn wir wiederkehrende, negative Gedanken haben, fühlen wir uns hilflos und niedergeschlagen. Es kann sogar so weit gehen, dass es sich so anfühlt, als ob man seinen eigenen Gedanken ausgeliefert sei und „sie einfach so kommen“.

Angst vor dem Corona-Virus, Sorgen bezüglich einer möglichen Rezession, Überforderung mit Home-Office und Familienleben können so stark auf die Psyche wirken, dass die Stimmung dauerhaft gedrückt ist. Eine Antwort auf Gedanken wie „Wann ist endlich das Ende der Pandemie erreicht?“ und „Wie soll das alles nur nach Corona werden?“ gibt es aktuell nicht und es entsteht ein gedanklicher Teufelskreis.

Was können wir gegen übermäßiges Grübeln tun?

Nicht selten führen die erwähnten negativen Gedankenschleifen zu Selbstvorwürfen, die in Folge zu noch mehr Sorgen werden. Was können wir also konkret machen, um aus dem Teufelskreis auszubrechen?

Die gute Nachricht ist: Man kann eine ganze Menge gegen Grübeln tun!

Du kannst selbst aktiv gegen das Grübeln vorgehen und so einen Gedankenstopp herbeiführen. In dem Artikel Wie Grübeln und Depression zusammenhängen findest du 3 wertvolle Tipps, wie du dem Teufelskreis der Gedanken entkommen und dem übermäßigen Grübeln einen Riegel vorschieben kannst.

Unterstützung darüber hinaus

Wir von HelloBetter haben in der Corona-Zeit eine Online-Community mit dem Ziel eröffnet, eine kostenlose Unterstützung für alle anzubieten, die sich durch die Corona-Krise belastet fühlen und sich austauschen möchten. Du wirst schnell merken, dass du mit dem Grübeln und übermäßig-sorgen nicht allein dastehst. Die private Facebook-Gruppe ist ein geschützter Ort, in dem du dich mit anderen Gleichgesinnten vernetzen, offen von deinen Sorgen berichten und hilfreiche Tipps erhalten kannst. Schau gerne bei Facebook unter HelloBetter #zusammenzuhause vorbei. Wir freuen uns auf dich!

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